Ronda

Ankunft 1. Mai 14.45 Uhr, nein eine halbe Stunde später. Die Fahrt war lange aber sehr schön, durch Andalusien kutschiert zu werden, vorbei an Palmen, in allen Farben bluehendem Oleander, Pinien,  Araukarien, und den gerade blaue Blüten ansetzenden Jacaranda – Bäumen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Als es von Marbella aus hinauf  in die Sierra de Ronda ging (3/4 Std), war links und rechts alles leuchtend gelb vor kleiner blühender Büsche, die ich leider nicht benennen kann.

In Ronda angekommen machte ich mich gleich mit meiner Kamera auf den Weg. Wer weiß, ob mich morgen auch so ein leuchtend blauer Himmel begrüßt.

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Ich muss leider zugeben, dass ich mich trotzdem schon ins Hotel zurück gezogen habe – eine Schande bei dieser Kulisse. Aber für heute langt es, bin ja schon um 1/2 drei aufgestanden. Zu viele Leute, 1. Mai, und morgen ist auch noch ein Tag 😁

Und wieder Flip-Flop-Wetter, wunderbar.

Das Hotelzimmer, das ich heute habe, ist das günstigste bislang für € 25 mit eigenem Bad.

Ronda hat auch eines der ältesten Stierkampfarenen, 1785 offiziell eingeweiht. Nicht dass ich etwas für Stierkampf übrig hätte, habe ich es mir trotzdem angeschaut.

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Pedro Romero hat mir dann ganz viel über das maurische Viertel erzählt.DSCF3350

Und was ich natürlich ganz besonders mag, ist die mir teils namentlich unbekannte Vegetation.

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So dann schau ich mal, ob ich eine schöne Stelle für eine abendliche Ansicht der Stadt finde.

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Und morgen geht’s dann weiter über Marbella nach Gibraltar. Da verbringe ich 2 Nächte auf einem Boot. Bin schon sehr gespannt.

Murcia

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Ankunft nach 3Std45 Busfahrt. Super Zimmer diesmal mit Bad 😊 in der Nähe der Altstadt. Kaffee und Croissant für € 2.30, nicht schlecht. Spanien ist wirklich günstig. So habe ich mich eben an 2 Tapas, zugegebenermaßen war eine davon ein Berg gebratener Kartoffeln mit pikanter Sosse, wirklich satt gegessen und habe mit 2 Glas Weisswein € 9.20 bezahlt.

Auch der Wein im Supermarkt ist günstig. Habe gerade eine Flasche Valdepenas Gran Reserva 2007 für 2.99 erstanden. Den Wein für 99 Cent traut man sich ja gar nicht kaufen. Gut, dass ich heute sparsam gelebt habe. Hier steht an jeder Ecke so ein armes Würstchen und bettelt. In mittellose Menschen habe ich gestern aber schon fast €30.- investiert. Heute habe ich dann im Supermarkt eine Packung einzeln verpackte Kuchen gekauft. Wer sich darüber nicht freut, der braucht auch mein Geld nicht.

Mein 1. Eindruck von Murcia ist sehr positiv. Es geht hier gemütlich zu und die Stadt hat eine beeindruckende Kathedrale de Santa Maria aus dem 14. Jhd. mit einer imposanten Fassade zur Plaza del Cardenal Belluga, da wo es die tollen Tapas gibt.😘

Hurra, heute scheint wieder die Sonne 😎 Nach 4 Sneakertagen endlich wieder Flip-Flop-Zeit.

 

In der Kathedrale fand eine bedeutende Messe statt und überall in der Stadt hat man  kleine Kanzeln aufgebaut, von denen gepredigt oder von jungen Leuten Hallelujah-Lieder mit Gitarrenbegleitung dar geboten wurden.

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Ich bin ja nun schon fast eine Woche in Spanien und ich muss sagen, ich fühle mich auch alleine ausgesprochen sicher. Die Polizeipräsenz ist hier weit höher als bei uns. Lediglich die Bettler richten das Wort ungefragt an einen.

Was auffällt, ist, das die Touristen fast nur noch sich selbst und nicht ihre schöne Umgebung knipsen, Grins 😁 Könnten sich ja daheim genauso so gut vor die Fototapete stellen, wäre viel günstiger.

Morgen werde ich fast nur im Bus sitzen. Von 4.35 bis 11 Uhr in Malaga und dann noch von 12.30 bis 14.45. Dann bin ich in Ronda, wieder ein ganzes Stück südlicher. Ich glaube, da gibt’s dann tolle Fotos. Also schaut wieder rein.

Valencia

Nach 351 Kilometern im bequemen Fernbus, in 4 Stunden für sagenhafte € 10.38, zuerst durch flaches Land, dann zunehmend hügelig, hinein nach Andalusien, vorbei an blühenden Ginsterbüschen, grünen Oliven- und Zitrusbaumplantagen bin ich hier angekommen. Die Metro hat mich schnell zu meiner sehr schönen Unterkunft gebracht. Das Zimmer ist klein aber adrett, die Terrasse riesengroß. Jetzt muss sich nur noch das Wetter anpassen.

Nach einem Rundgang in der Stadt, ich hoffe morgen Fotos bei Sonnenschein liefern zu können, stellte sich Hunger ein. Die Plätze im Freien waren nicht so wirklich gemütlich. Da sich meine Bleibe in einem asiatischen Viertel befindet, hatte schon auf dem Weg in die Stadt ein leckeres, total unspanisches Gericht meine Begehrlichkeit geweckt.

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Schaut doch lecker aus, war es auch. Riesige Schüssel mit viel Fisch, Sojasprossen, Gurke und Koriander. Nur, dass die vermeintlichen roten Bohnen Chilischoten waren, Feuer spuck 😂😪

Heute habe ich mich als erstes zur Kathedrale aufgemacht, wunderschön.

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Vom Miguelete-Glockenturm hat man einen sehr schönen Blick ringsum auf die Stadt, wenn man denn 207 Stufen hinaufsteigen mag.

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Unter anderem habe ich auch Valencias weitläufigen, überdachten Markt besucht. Da gibt es unglaubliche    6 Reihen mit Ständen, die nur mit Fisch und Meeresfrüchten beladen sind.

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Ich lese übrigens gerade den Reiseblog von Markus Maria Weber, der des stressigen Lebens eines Unternehmensberaters müde, für ein Sabbathjahr  allem entflieht und vom Schwarzwald die Donau entlang bis zum Schwarzen Meer radelt, um sich auf sein eigentliches Ziel Togo vorzubereiten. Er will nämlich einen Coffee to go in Togo- und so heißt auch das Buch-trinken.

Und da steht doch heute so ein Mann mit seinem dick bepackten Fahrrad vor der Markthalle und man sieht, er möchte hinein, aber sein Fahrrad. Ich schnell meinen Wein ausgetrunken, auf sein Fahrrad aufgepasst und ihn mit €10.- in den Markt gelassen. Er hat aber nur weggeworfene Sachen geholt und das Geld aufgehoben. Er heißt Antoine und radelt um die ganze iberische Halbinsel. Seine Nase habe ich ihm auch noch mit Fenistil eingeschmiert.

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Mein nächstes Ziel: Die Stadt der Künste und Wissenschaften, sehr motivreich:

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Zuallerletzt stattete ich noch dem Museo Fallero einen Besuch ab. Jedes Jahr wählt die Stadtbevölkerung während des Las-Fallas-Festivals die schönste von Tausenden Figuren, die vor den riesigen Fallas (bis zu  15 m hoch, aus Pappmaschee oder Styropor, die teuersten kosten bis zu mehreren Hunderttausend Euro) posieren. Alle werden am Ende verbrannt, nur diese nicht. Sie darf ins Museum.

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Und dann war ich echt hungrig und habe meine               1. Paella auf dieser Reise verdrückt. Wurde aber auch Zeit.

So und morgen gehts nach Murcia.