Gibraltar

Ankunft Mittwoch 3. Mai, 17.15 Uhr. Es ist alles viel größer und unübersichtlicher als ich dachte. Der Felsen zwischen all den Hochhäusern hilft, sich zu orientieren. Ein Spanier hat mir Gott sei Dank den Weg über die Landebahn und zur Grenze gezeigt. In der Marina Bay liegt das Boot Con Dios, auf dem ich eine Kajüte mit 3 Betten bewohne. Die Ultima Nachos mit 1 grossen Glas Weißwein hier im Ocean Village waren lecker. Aber als ich um 9 Uhr von meinem Rundgang in die komplett hässliche Stadt zurück kam, war auch in diesem netten Viertel nichts mehr los. Meine 3 Nächte in Linea de Concepcion habe ich sofort storniert, ist auch ein bisschen zu weit weg. Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich übermorgen nach Cadiz komme. Auf jeden Fall schaue ich mir morgen den ‚rock‘, einen massiven Kalksteinfelsen, der spektakulär ins Mittelmeer hineinragt, näher an. Vielleicht versöhnt er mich ja.

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Ich gehe dann erst mal zum Tourist Office und sehe mich ein bisschen näher um.

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten und weit und breit keinem Tourist Office – das habe ich erst viel später gefunden-habe ich dann doch mittels einer an einem Automaten gekauften, sehr schönen 3D-Karte den Weg zur Main Street und ins Zentrum eruiert. Allmählich wurde das Ambiente ansprechender, rote Briefkästen, Fish-and Chips-Shops, britische Bobbies, Pubs, Statuen aus dem Empire, bekannte britische Ladenketten und keine Hochhäuser mehr. Ich muss aber sagen, die Spanier sind deutlich sauberer.

Eine Weile muss man aber schon gehen bis zur Drahtseilbahn auf den Rock.

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Wie ihr hier seht war das Wetter und die Sicht nicht ganz ideal, aber dafür haben sich die Berberaffen als sehr geduldig, vielleicht aber auch gleichgültig erwiesen, bis auf den einen, der es sich nicht hatte nehmen lassen, eine Touristin in den Arm zu beißen, autsch. Die Tiere sind für ihre scharfen Zähne und ihre Unberechenbarkeit bekannt. Es gibt von ihnen etwa 200 und eingeführt wurden sie vermutlich im 18. Jhd. aus Nordafrika. Es heißt, wenn die Affen aus Gibraltar verschwinden, dann gehen auch die Briten.

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Der war es aber nicht, obwohl er ziemlich beleidigt drein schaut.

Man kann mit der Seilbahn hinauf und hinunter fahren oder hinauf fahren und zurück durch das Naturreservat hinunter laufen, which I did. Die meisten Touris lassen sich einfach von Kleinbussen auf dem Felsen rum kutschieren und verursachen Engpässe.

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Als ich unten ankam, hatten schon grosse Schiffe Massen von solchen in die Stadt geschüttet.

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Das musste ich mir erst mal mit einem Glas Wein erträglich trinken.

Inzwischen bin ich wieder auf meinem Boot und organisiere meine Weiterreise. Morgen nehme ich in  La Linea den Bus nach Algeciras und von dort nach Cadiz. Da bleibe ich dann eine Weile und darauf freue ich mich echt schon. Es wird Zeit mal ein bisschen die Füße hoch zu legen.

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Gute Nacht

 

 

 

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